Tag 21, Nordatlantik

Nur noch 200 Seemeilen bis zum Ziel, aber erst mal ein paar Worte zu dem Bild:

Wir haben bei uns an Bord einen „watt&sea“, einen Hydrogenerator, der über eine kleine Schraube im Wasser ordentlich Strom produziert. Genau in dieser Schraube hatte sich diese alte Fischerleine verfangen. Ich bin ja froh, dass die Leine nicht in der Schraube oder an den Ruderblättern hing, sondern „nur“ am Generator, aber ist natürlich trotzdem Mist.

Wenn alles gut läuft, werden wir morgen noch im Hellen St. Lucia erreichen. Dann haben wir vier anstrengende Tage ohne Autopilot hinter uns, der ist an Nikolaus ausgefallen. Für jeden Nichtsegler klingt das nicht so dramatisch, aber eine kleine Crew fordert das gewaltig.

Seit dem 6. Dezember fahren wir einstündige Schichten, bedeutet 1 Stunde Ruderwache, 2 Stunden Freiwache. In diesen 2-Stunden-Blöcken muss der komplette Schlaf, das Essen und die normalen Decksarbeiten untergebracht werden. Und ausgerechnet der Schlaf leidet doch sehr unter den ständigen Unterbrechungen. Dafür ist die Stimmung hier an Bord richtig gut und die Nähe zum Ziel tut ihr übriges.

Das ist mit ein Grund für die Ruhe hier, sobald wir auf St. Lucia sind schreibe ich noch etwas nach, weil das hier ja auch eine kleine Erinnerung werden soll…